Temperaturmessungen ab 1701 widerlegen den globalen Klimawandel und den

angeblich dominierenden Einfluss des anthropogenen CO2

von

Friedrich-Karl Ewert*)

 

Aus der Auswertung älterer, vom IPCC unbeachteten Temperaturmessungen ergeben sich diese in Kurzform dargestellten

Kernaussagen

 

 

Geringe Temperaturschwankungen oder globaler Klimawandel ?

 

„Es gibt keinen globalen Klimawandel, sondern geringe periodische Temperaturschwankungen, anthropogenes CO2 ist dabei unerheblich“. Diese Aussage ergibt sich aus der Auswertung von Temperaturmessungen, mit denen 1701 in Berlin begonnen wurde. Sie sind in wetterzentrale.de für 49 Stationen abrufbar [1,2]; die Daten von 46 Stationen wurden im Rahmen der Studie ausgewertet. Das IPCC und andere Institute haben diese Daten nicht berücksichtigt [3]. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 aufgelistet. In den Regionen der hellbraun unterlegten Stationen hat seit dem Beginn der Beobachtungszeit eine Erwärmung stattgefunden, in den Regionen der hellblau markierten Stationen hat sich die Temperatur im Mittel erniedrigt oder ist gleichgeblieben. Die rot unterlegten Stationen wurden durch die Stadtentwicklung beeinflusst, und zwar durch den Bau von Hochhäusern, vor allem in den Jahren von 1900 bis 1950. Für die statistische Auswertung werden deren Werte nicht benutzt. Die Änderungsraten in °C der Spalte 5 beziehen sich auf je 100 Jahre, die der Spalte 6 auf die gesamte jeweilige Beobachtungszeit. Da die Temperaturen während der Erdgeschichte nie konstant waren, unterscheidet man vernünftigerweise mit von Regel zwischen Temperaturschwankungen und Klimawandel [4]: Schwankungen machen wenige Grad im Jahrhundert aus und beeinträchtigen unsere Lebensumstände nicht, Klimawandel werden durch Änderungen von vielen Grad ausgelöst, sie verändern unsere Lebensumstände.

 

Tabelle 1

Recording stations, period of observation, temperature variation to related 100 years (5) and whole observation time (6)

warming

cooling+constancy

urban development, mainly 1900-1950, disregared for statistical aveluations

Station

from

to

year

°C/100

°C/ot

Station

from

to

year

°C/100

°C/ot

Station

from

to

year

°C/100

°C/ot

1

2

3

4

5

6

1

2

3

4

5

6

1

2

3

4

5

6

Berlin

1701

2008

307

0,44

1,35

Strassbourg

1801

2008

207

0,49

1,01

Friedrichshafen

1866

2008

142

1,07

1,52

De Bilt

1706

2008

302

0,48

1,45

Rom

1811

1990

179

0,11

0,20

Chicago

1873

1993

120

0,21

0,25

Boston

1753

1993

240

1,25

3,00

Oslo

1816

1988

172

0,79

1,36

Montreal

1873

2001

128

1,61

2,06

Basel

1755

1980

225

0,37

0,83

New York

1822

2005

183

2,35

4,30

Perth

1876

1988

112

0,00

0

Stockholm

1756

1988

232

0,37

0,86

Oxford

1828

1980

152

0,60

0,91

Tokyo

1876

1993

117

2,68

3,14

Frankfurt

1757

2001

244

0,00

0

Jakutsk

1830

2008

178

0,19

0,34

AliceSprings

1879

2008

129

0,22

0,28

Paris

1757

1995

238

0,08

0,19

St Johns

1834

1993

159

0,09

0,14

Darwin

1882

1993

111

0,59

0,65

Edinburgh

1764

1960

196

0,33

0,65

Zürich

1836

2008

172

0,85

1,47

Kagoshima

1883

2008

125

1,70

2,13

Mailand

1764

1992

228

0,06

0,14

Greenwich

1841

1960

119

0,69

0,82

Westmannaeyar

1884

1990

106

2,44

2,59

Copenhagen

1768

1988

220

0,22

0,48

Stykkisholmur

1841

1995

154

0,54

0,83

Flagstaff

1894

2005

111

0,63

0,70

Prag

1773

2008

235

0,17

0,40

SanFrancisco

1851

1993

142

1,12

1,59

Werchojansk

1891

2008

117

1,32

1,55

Wien

1774

2008

234

0,15

0,35

Hannover

1856

2008

152

0,28

0,43

Matsumoto

1898

2007

109

1,79

1,95

Innsbruck

1777

1999

222

0,45

1,01

Sydney

1859

2008

149

0,87

1,29

Reykjavik

1901

2008

107

0,04

0,04

Hohenpberg

1781

2008

227

0,13

0,30

Auckland

1864

1992

128

0,07

0,09

Cairns

1907

1993

86

0,16

0,14

München

1781

1993

212

0,00

0

Wellington

1864

1988

124

0,54

0,67

Prince Rupert

1911

1990

79

0,89

0,70

Stuttgart

1792

1999

207

0,07

0,14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*) Prof. Dr. Friedrich-Karl Ewert, Mozarstr. 33014 Bad Driburg, T. 05253-3883, F: 05253-7145, ewert.fk@t-online.de

Die auf Jahresmittelwerten basierende Temperaturganglinie für Berlin gilt als repräsentatives Beispiel (Abbildung 1). Zwischen 1710 und 1727 wurde nicht gemessen, deshalb die Lücke. Aus der Ganglinie für Berlin erkennt man:

Um 1780 war es wärmer als um 2000.

Abkühlungs- und Erwärmungsphasen wechseln sich ab.

Sie sind oft sehr viel schneller erfolgt als gegenwärtig.

 

 

Abbildung 1

Trotz der geringen Anzahl der Messstationen sind die Angeben der Tabelle 1 für das globale Klimageschehen repräsentativ, wie der Vergleich mit den Ergebnissen einer Studie zeigt, die von P.D. Jones und A. Moberg erarbeitet worden ist [5]. Sie basiert auf einer sehr viel größeren Anzahl von Messstationen aller Kontinente; jedoch anders als in Tabelle 1 bzw. Abbildung 1 beginnen sie erst 1860, was beim Vergleich zu berücksichtigen ist. Die Temperaturänderungen sind im Original jeweils in °C/10a angegeben, sie wurden hier für die Tabelle 2 in °C/100a umgerechnet, weil dies den Vergleich mit Tabelle 1 erleichtert. Die Temperaturmessungen beider Tabellen stimmen recht gut überein. Sie rechtfertigen allenfalls die Diagnose ‚geringe Temperaturschwankungen’. Ein ‚globaler Klimawandel’ ist nicht festzustellen. Die Kurzzeitabschnitte zeigen, ähnlich wie in Abbildung 1, periodische Temperaturschwankungen: von 1920 - 1944 bzw. von 1977 – 2001 dominiert die Erwärmung, dazwischen die Abkühlung. Abbildung 9 zeigt, dass die Temperaturen seit 2002 wieder sinken.

 

 

Tabelle 2

 

Temperaturangaben in °C/100a

Kontinent

1861-2000

1901-2000

1920-1944

1945-1976

1977-2001

Europa

0,490

0,760

0,06

-0,29

4,25

Nordamerika

0,540

0,750

2,02

-1,03

2,89

Asien

0,570

0,820

0,47

0,2

2,83

Arktis

0,980

0,790

2,74

-1,56

3,64

Ausralien

0,600

0,670

0,36

1,26

0,55

Afrika

0,600

0,590

1,36

-0,73

2,84

Südamerika

0,550

0,600

2,49

-0,06

1,25

 

 

Vortäuschung größerer Änderungen durch überhöhten Maßstab

 

Die Darstellungen des IPCC, GISS (und anderer Institute) täuschen einen dramatischen Temperaturanstieg vor! Wenn man in der folgenden GISS-Kurve die y-Achse im gleichen Maßstab darstellt wie in der Temperaturganglinie für De Bilt (und alle anderen der Studie) ist der Anstieg zwischen 1980 und 2008 gleich oder sehr viel kleiner als er es um 1850 (und früher) war, als anthropogenes CO2 noch keine Rolle gespielt hat, d.h. der angeblich dramatische Anstieg zwischen 1980 und 2005 ist eine Folge des Maßstabs, er reflektiert nicht die Wirklichkeit (Abbildung 2).

 

 

Abbildung 2

 

Regionale Verteilungen von Erwärmungen und Abkühlungen

 

In Tabelle 3 werden die Stationen zu regionalen Gruppen mit gleicher oder ähnlicher Entwicklung zusammengefasst. Die Gruppen sind absteigend nach ihrem regionalen Mittelwert geordnet und zeigen, dass gleichzeitig und in benachbarten Regionen sowohl Erwärmungen als auch Abkühlungen stattgefunden haben:

Die Gruppen 1 und 2 verzeichnen durch die Stadtentwicklung größere Erwärmungen von 2,06°C/100a bzw. 1,58°C/100a.

In den Gruppen 3 bis 12 verringert sich die Erwärmung von 0,76°C100a bis 0,11°C/100a.

In den Gruppen 13 bis 18 hat eine Abkühlung stattgefunden, und zwar von –0,04°C/100a bis -0,33°C/100°

In der Region um Westmannaeyar war die Abkühlung mit –2,44°C/100a besonders groß; dieser Wert ist möglicherweise beeinträchtigt, er ist zu verifizieren.

Tabelle 3

Stationen mit ähnlicher Entwicklung

Temperaturen

1701 - 2008

regional zusammengefasst

Mittel

Max.

Min.

Wärmer

(°C/100a)

1*)

Tokyo, Kagoshima, Matsumoto

2,06

2,68

1,70

2*)

Boston, New York

1,58

2,35

1,12

 

Montreal,San Francisco

 

 

 

3

Werchojansk, Jakutsk

0,76

1,32

0,19

4

Strassburg, Friedrichshafen

0,70

1,07

0,13

 

Basel, Zürich, Hohenp.berg

 

 

 

5

Flagstaff

0,63

 

 

6

Edinburgh, Oxford, Greenwich

0,54

0,69

0,33

7

Oslo, Stockholm, Kopenhagen

0,46

0,79

0,22

8

Sydney, Alice Springs, Cairns

0,41

0,86

0,16

9

Berlin, De Bilt, Hannover

0,40

0,48

0,28

10

Stykkisholmur, Reykjavik

0,29

0,54

0,04

11

Prag, Wien

0,16

0,17

0,15

12

Rom

0,11

 

 

 

 

Ursachen der Temperaturänderungen

 

Die gegenwärtige Erwärmung wird angeblich durch unser CO2 verursacht. Als Beweis gilt, dass sie viel schneller erfolgt sei, als früher. Das Gegenteil ist richtig: Abbildung 3 zeigt aus vielen anderen Temperaturganglinien dieser Studie Ausschnitte für kurzfristige Erwärmungsphasen. Die Neigung der Trendlinie kennzeichnet der Geschwindigkeit der Erwärmung. Sie ist im vorindustriellen Zeitalter, also ohne anthropogene CO2-Produktion, mindestens so schnell erfolgt wie gegenwärtig, zumeist aber noch schneller. Unser CO2 ist also nicht die Ursache! Dieser Befund stimmt mit allen anderen relevanten Fakten überein, und u.a. auch mit der Feststellung des Lexikons der Physik: „CO2 ist als Klimagas bedeutungslos“, 1959 gab es die Klimahysterie noch nicht [9].

 

 

Abbildung 3

 

CO2 ist ein Spurengas und hat im Vergleich zum Wasserdampf nur wenige und enge Absorptionsspektren. Wasserdampf hat eine größere Konzentration und viele und breite Absorptionsspektren. Es wurde schon immer als das wesentliche Klimagas erkannt – und anerkannt. Früher wurde der Anteil des Wasserdampfes am Treibhauseffekt mit 88%, der des CO2 mit ca. 12% angegeben. In Anbetracht der sehr ungleichen Konzentration und Absorptionsfähigkeit erschien dieser Anteil schon immer zu groß. In [6] werden statt dessen folgende Relationen genannt:

Wasserdampf –                                              95 %

CO2 (und andere Klimagase) –                                  5 %,

Davon kommen aus Land und Meer –             97 %,

Es sind anthropogenen Ursprungs –                                  3 %,

Anthropogener Anteil am Treibhauseffekt –                      0,12 %

 

Die Temperaturen werden nach wie vor von der Sonne bestimmt, wie schon seit 4,5 Mrd. Jahren. Dies bestätigen u.a. die in Abbildungen 4 A + B dargestellten Beziehungen zwischen dem Abtauen der Gletscher, der Sonnenaktivität, den Temperaturschwankungen und dem Verbrauch an fossilen Brennstoffen, zitiert aus [7].

 

 

Abbildung 4 A + B

 

 

 

CO2-Messungen

 

Die Komplexität der CO2-Messungen kann hier nicht im Detail behandelt werden. Die CO2-Konzentration der Luft wird seit 1810 mit chemischen Analysen direkt bestimmt. Seit 1957 wird CO2 außerdem indirekt bestimmt, dazu werden im Gletschereis eingeschlossene Luftblasen analysiert. In zunehmendem Maße werden allerdings Ungenauigkeiten dieser CO2-Bestimmungen nachgewiesen, was in Anbetracht der Einflussfaktoren auf den CO2-Gehalt von eingeschlossenen Luftblasen auch erklärlich ist; Abbildung 5 zeigt dafür ein überzeugendes Beispiel. Die analytisch bestimmten CO2-Konzentrationen geben nicht nur ein sehr viel differenzierteres Bild, sondern zeigen vor allem, dass die CO2-Konzentrationen erhebliche mittel- und kurzfristige Schwankungen aufweisen [8].

 

Abbildung 6 demonstriert dazu die atmosphärische CO2-Konzentrattion im Raume Basel mit ihren Schwankungen zwischen 300 und 380 ppm vom Februar 1983 bis März 1984, also für den Zeitraum eines Jahres [8].

 

 

 

 

 

 

Abbildung 5

Abbildung 6

 

Selbstverständlich sind direkte Messungen vorzuziehen, denn schließlich sind indirekte Bestimmungen als Ersatzmethode zu verstehen, die für frühere Epochen angewendet werden müssen, weil es dort noch keine direkten chemischen Bestimmungen gab. Um so weniger ist es zu verstehen, dass das IPCC alle direkten chemischen Bestimmungen nicht berücksichtigt und nur die indirekten benutzt (Abbildung 7).

 

Die vom IPCC angewandte Methode postuliert für die letzten 2000 Jahre eine nahezu gleich bleibende CO2-Konzentration um 280 ppm, was vielen Fakten widerspricht, wie u.a. in [6] bewiesen wird. In [2] wird gezeigt, dass die CO2-Gehalte in der vorindustriellen Zeit oft sehr viel größer waren als vom IPCC angenommen. Dass sie außerdem beträchtlich kurz-, mittel- und langfristig geschwankt haben, demonstrieren alle Konzentrationsganglinien, denen die chemisch bestimmten Messungen zu Grunde liegen (Abbildungen 5, 6 und 8).

 

 

 

 

 

Abbildung 7

Abbildung 8 zeigt das fünfjährige Mittel der atmosphärischen CO2-Konzentration für den Zeitraum von 1810 bis 1960, und darunter für den gleichen Zeitraum die Temperaturganglinie für Basel. Der CO2-Gehalt und die Temperatur zeigen eine gegenläufige Entwicklung.

 

 

Abbildung 8

 

Die vom IPCC zugrunde gelegten geringen und nur wenig schwankenden CO2-Konzentrationen hat es nicht gegeben, und demzufolge sind die rezenten CO2-Gehalte und ihre Entwicklung völlig anders zu bewerten. Die Nichtbeachtung von ca. 90.000 direkten chemischen CO2-Bestimmungen impliziert ein absolutes Misstrauensvotum für die gesamte chemische Analytik des 19. und 20. Jahrhunderts: wie könnte man quantitativen Bestimmungen beispielsweise von Eisen oder Sulfat trauen, wenn man die Analysenwerte für CO2 bezweifelt?

 

 

Biochemische Gleichgewichte

 

In den Medien – und dementsprechend in vielen Köpfen – wird die Rolle von CO2 oft völlig falsch eingeschätzt, nämlich als Gift. Deshalb sei daran erinnert, dass die Pflanzen aus CO2 und Wasser Traubenzucker herstellen:

 

6CO2 + 6H20 C6H12O6 + 6O2,

 

 

womit das CO2 einer der zwei Grundbausteine der Nahrungskette – und des Lebens – ist. Es ist deshalb falsch, sich bei der Beurteilung der CO2-Bilanz mit physikalischen Gleichgewichten zu begnügen. Wer die biochemischen Gleichgewichte bzw. das Liebig’sche Gesetz vom Minimum und deren Auswirkungen nicht berücksichtigt, erhält immer ein falsches Ergebnis, ohne dies allerdings zu erkennen. Mit einer Konzentration des atmosphärischen CO2 von 300 oder 400 ppm sind längst nicht alle Pflanzen optimal versorgt und würden ein größeres Angebot ihres Grundnahrungsmittels durchaus mit einem stärkeren Wachstum belohnen. Förster berichten von einem besserem Wachstum der Bäume und Versuche haben gezeigt, dass Weizen 35% mehr erzeugt, wenn man die CO2-Konzentration verdoppelt. In Holland wird dies im großen Stil ausgenutzt: Gewächshäuser werden mit CO2 begast. Der Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration schafft ständig auch ein neues biochemisches Gleichgewicht, und dieser Faktor wird bei physikalischen Berechnungen weitgehend vernachlässigt – ihre Ergebnisse können nur falsch sein [9].

 

 

Folgerungen

 

Indem das IPCC schon in den 1990er Jahren einen Klimawandel diagnostizierte, hat es gegen seine eigene Definition des Begriffes ‚Klima’ verstoßen: ‚Klima’ gilt als statistischer Mittelwert des Wetters von 30 Jahren. Ein Klimawandel lässt sich folglich erst am Ende des zweiten 30-Jahre-Intervalls erkennen, wenn sich nämlich das Klima des zweiten Intervalls deutlich von dem des ersten unterscheidet. Nachdem es ab 1980 deutlich wärmer war als im vorangegangenen Intervall 1950-1980 wäre definitionsgemäß erst 2010 eine Beurteilung erlaubt gewesen.

 

Als das IPCC in den 1990er Jahren einen Klimawandel diagnostizierte, gab es dafür noch keine Definition – und die gibt es bis heute nicht! In vielen Regionen der Erde wechselt das Wetter von Tag zu Tag, oder von Woche zu Woche – etc., aber wie groß muss (darf, soll) eine Änderung sein, um als Klimawandel zu gelten? Welches Kriterium ist ausschlaggebend für den Unterschied zwischen Temperaturschwankungen und Klimawandel? Eine Temperaturschwankung von 1 bis 2°C in 100 Jahren bleibt für unsere Lebensumstände unerheblich, eine größere könnte sie schon beeinflussen. Eine klare Definition fehlt noch. Vielleicht ist das beabsichtigt, denn mit der gegenwärtigen Praxis man kann auch schon kleine Schwankungen als Klimawandel ausgeben – und damit dramatisieren.

 

Legt man das Kriterium ‚Änderung der Lebensumstände’ zu Grunde, so kennzeichnen die in den Tabellen 1 und 2 aufgelisteten Änderungsraten für längere Zeitabschnitte lediglich Temperaturschwankungen; eine Ausnahme bilden die 7 Städte mit baubedingter Sonderentwicklung, sie bleiben für die Beurteilung unberücksichtigt.

 

Nach Tabelle 1 waren die Erwärmungen für 27 Stationen überwiegend klein, nämlich von:

> 0 < 0,5°C/100a                       – 18 Stationen, 46,15 %;

> 0,5 < 1,0°C/100a                       – 7 Stationen, 17,95 %;

> 1,0 < 1,5°C/100a                       – 2 Stationen, 5,13 %.

 

Die in Tabelle 1 aufgeführten 12 Stationen mit Abkühlungen verteilen sich wie folgt

> 0            < -0,5°C/100a            – 8 Stationen, 20,51 %;

> -0,5            < -1,0°C/100a            – 3 Stationen, 7,69 %;

> -2,0            < -3,0°C/100a            – 1 Station, 2,56 %.

 

Die Tabelle 2 differenziert nicht zwischen einzelnen Stationen sondern gibt die Erwärmungsraten für die 7 unterschiedenen Kontinente an, die sich wie folgt verteilen

> 0 < 0,5°C/100a                       – 1 Kontinent, 14,3 %;

> 0,5 < 1,0°C/100a                       – 6 Kontinente, 85,71 %;

 

Beide Auswertungsarten zeigen, dass es bis 2000 keinen globalen Klimawandel gegeben hat, sondern im Rahmen von periodischen Temperaturschwankungen neben regionalen Abkühlungen vor allem geringe Erwärmungen, die durch das Ende der kleinen Eiszeit verursacht worden sind. Seit 2002 hat sich der Trend umgekehrt, wie Abbildung 9 demonstriert.

 

 

Abbildung 9

 

 

Abbildung 9 zeigt auch, dass die CO2-Konzentration unbeschadet der begonnenen Abkühlung weiter angestiegen ist.. Dies bestätigt die schon zuvor getroffene Feststellung, dass es keine Parallelität zwischen der Temperatur und der atmosphärischen CO2-Konzentration gibt bzw. dass die CO2-Konzentration unerheblich für den Treibhauseffekt ist.

 

Das IPCC hat nur die Temperaturmessungen seit 1860 und die CO2-Bestimmungen seit 1960 berücksichtigt. Die Temperaturmessungen, die in der Zeit vor 1860 vorgenommen wurden, und die direkten chemischen CO2-Bestimmungen seit 1810 sind unberücksichtigt geblieben. Aus den benutzten Werten wurden mit Rechenmodellen Prognosen für die Zukunft entwickelt., die, neben der Manipulation des Maßstabes bei wesentlichen Grafiken, den Eindruck großer Gefahren für unsere industrialisierte Gesellschaft hervorrufen. Die Ergebnisse des IPCC und die daraus abgeleiteten Folgen entsprechen nicht der Wirklichkeit. Die Nichtbeachtung von 90000 chemisch bestimmten CO2-Messungen bewertet Jaworowski völlig zu Recht als: the greatest scientific scandal of our time“ [6]. Als Naturwissenschaftler kann man nur fassungslos sein.

 

 

Fazit

 

Die Berücksichtigung auch früherer Temperaturmessungen beweist, dass wir nicht wirklich einen globalen Klimawandel haben, sondern dass es gegenwärtig sowohl regionale Erwärmungen als auch regionale Abkühlungen gibt, und dass diese nicht von uns Menschen verursacht werden: Die Sonne wärmt uns – nicht unser CO2.

 

Der Zeitgeist vom globalen Klimawandel wurde nicht durch klimatologische Fakten, sondern durch menschliche Verhaltensweisen initiiert. Die Geschichte kennt genügend Beispiele dafür, wie auch schlimme Entwicklungen ‚wissenschaftlich’ begründet, unterstützt und zum eigenen Vorteil propagiert wurden; das ist heute nicht anders – im Gegenteil: infolge der technologischen Entwicklung, der weltweiten Vernetzung und der Omnipotenz der Medien wirkt es leider sehr viel produktiver und folgenschwerer als früher.

 

Im Internet findet man zu den Stichworten Klimalüge oder Klimaschwindel oder CO2-lüge etc. -zigtausende von Arbeiten, die die offizielle Sicht des IPCC mit belastbaren Argumenten widerlegen. Es ist hohe Zeit, dass die gesellschaftlich relevanten Kräfte ihr klimatologisches Weltbild der Realität anpassen, denn wenn sich in wenigen Jahren diese Realität nicht mehr verdrängen lässt, wird jeder, der weiter an die Klimakatastrophe glaubt, ziemlich dumm da stehen.

 

Konfuzius sagte:

Man muss gegen den Strom schwimmen, um zur Quelle zu kommen !

Es gibt drei Wege zum Handeln:

durch nachdenken – das ist der edelste

durch nachmachen – das ist der einfachste

durch Erfahrung – das ist der bitterste

 

 

Referenzen

[1]           Internet-Portal: www.wetterzentale.de

[2]           Ewert, F.-K.: Temperature readings beginning in early 18th century disprove global warming.

           under preparation

[3]            IPCC: Climate Change and Water. IPCC Technical Paper VI, 2007

[4]            von Regel, C. : Die Klimaänderung der Gegenwart: Lehnen-Verlag München, 1957

[5]           Jones P.D. and Moberg A.: Hemispheric and large-scale surface air-temperature variations: an extensive revision and an update to 2001. American Meteorological Society , Journal of Climate, Volume 16, P. 206-223, 8 Figures, 4 Tables. 2003

[6]           Jawarowski Z.: CO2: The greatest scientific scandal of our time. EIR-Science, P. 38-52, 10 Figures, 3/2007

[7]            Robinson A.B., Robinson N.E., and Soon W.: Environmental effects of increased atmospheric Carbon Dioxide. Journal of American Physicians and Surgeons, 12/2007, 27 Figures,

[8]           Beck H.-G.: 180 years of atmospheric CO2-Gas analysis by chemical methods. Energy and Environment, Volume 18, 2/2007, P. 258-282, 14 Figures, 3 Tables

[9]            Küppers, B: CO2 schadet nicht (CO2 doesn’t damage). e-mail: vertrieb@ehlersverlag.de, raum-und-zeit.com

[10]            Franke, H: Lexikon der Physik. Frankh’sche Verlagshandlung Stuttgart, 1959