Kohäsionskräfte sind Zusammenhangskräfte, die zwischen den Molekülen eines homogenen Körpers bestehen. Besonders beim Zerteilen (Zerreißen) treten diese Erscheinung auf. Bei flüssigen Stoffen sind sie gering, bei gasförmigen ist keine Kohäsion vorhanden, da Gasmoleküle sich gegenseitig abstoßen.
Die Festigkeit der Baustoffe beruht demnach auf der Kohäsionskraft, welche die Moleküle zusammenhält. Dieser innere Zusammenhalt ist dann gefährdet, wenn Baustoffe erhitzt werden (z. B. Schmelzen von Metall), verwittern, oder was für Festigkeitsberechnungen die Grundlage ist, durch Einwirken äußerer Kräfte (Druck, Zug, Torsion u. a.) zerstört werden. Die daraus resultierenden inneren Spannungen im Werkstück schwächen bzw. zerstören die Bindungskraft der Moleküle.
Quelle:
Friedrich Tabellebuch, Bau- und Holz, Ferd. Dümmler Verlag 1992, 2-4
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8/2004
Leipziger Institut für Bildung und Forschung e.V.