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Leipziger Institut
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Unternehmensnachfolge: Tipps für eine erfolgreiche Ubergabe

Ca. 80000 Inhaber von Familienunternehmen stehen Jahr für Jahr vor der Herausforderung, ihren Betrieb an einen Nachfolger zu übergeben. Dabei stehen ca. 1 Million Arbeitsplätze auf dem Spiel. Deshalb wollen wir Ihnen Tipps von erfahrenen Praktikern für eine Nachfolgeregelung geben.

Die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Betriebsübergabe sind:

Ein wettbewerbsfähiger und rentabler Betrieb

Dies betrifft seine Marktstellung, die Produktqualität, die maschinelle Ausstattung, die Einrichtung der Betriebsräume, die Qualifikation der Mitarbeiter, den Standort und die Kundenbeziehungen. Diese Faktoren schlagen sich in der Rentabilität nieder. Der Betrieb sollte in den vergangen Jahren gute Gewinne erzielt haben und die Chance haben, auch künftig gute Gewinne zu erzielen

Ein qualifizierter Nachfolger

Er muss nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, sondern auch die Anforderungen, die heute an einen Unternehmer gestellt werden.

Eine umfassende Erbregelung

Hat der Unternehmer mehrere Kinder, dann sollte er durch eine umfassende Erbregelung den weiteren Bestand des Unternehmens sichern. Wenn er mit seinem Privatvermögen auch die Kinder befriedigen kann, die nicht in das Unternehmen einsteigen, vermeidet er die Gefahr, dass der Unternehmensnachfolger durch die Auszahlungen an Miterben vor finanzielle Probleme gestellt wird. Daher empfiehlt es sich für den Unternehmer, neben dem Betriebsvermögen auch Privatvermögen zu bilden.

Eine gesicherte Altersversorgung des Seniors

Je unabhängiger die Altersversorgung vom Betrieb ist, desto leichter fällt die Betriebsübergabe. Der Unternehmer sollte deshalb seine Altersversorgung außerhalb des Betriebes aufbauen, z. B. durch Vorsorgesparen, Immobilien oder andere Kapitalanlagen.

Eigenkapital des Nachfolgers

Der Erwerber eines Betriebes sollte ausreichend Kapital zur Übernahme haben und deshalb rechtzeitig Kapital ansparen. Der Staat fördert das Ansparen von Existenzgründungskapital durch das "Ansparzuschussprogramm der Bundesregierung". Wer mindestens drei Jahre lang spart, erhält vom Staat einen Zuschuss in Höhe von 20% des Sparbetrages (maximal 5000 Euro Zuschuss), wenn er sich selbstständig macht.

Zeit

Eine Betriebsübergabe unter Zeitdruck bringt nur selten eine gute Lösung. Das Konzept und die Verträge müssen sorgfältig ausgearbeitet werden.

Die einzelnen Schritte der erfolgreichen Betriebsübergabe

1. Schritt
Zuerst muss der Unternehmer mit seiner Familie die Ziele der Übergabe formulieren. Dabei kann er sich zwar von Außenstehenden beraten lassen, aber er darf sich fremde Meinungen nicht aufdrängen lassen. Diese Ziele muss er seinen Beratern als Rahmenbedingungen vorgeben. Dabei gilt der Grundsatz, dass die betrieblichen Belange Vorrang haben vor den privaten Interessen der Familie.

2. Schritt
Entsprechend der Zielvorgabe müssen die Lösungsvorschläge auf zivilrechtliche und steuerrechtliche Auswirkungen untersucht, abgestimmt und optimiert werden.

3. Schritt
Die Vorschläge müssen im nächsten Schritt in aller Offenheit mit den Beteiligten diskutiert werden.

4. Schritt
Nun kann die Entscheidung erfolgen und der Übergabemodus festgelegt werden. Wichtig ist dabei, dass die Lösung von allen Beteiligten akzeptiert wird.

6. Schritt
Für die Übergabe muss ein konkreter Zeitplan festgelegt werden.

7. Schritt
Empfehlenswert ist die rechtzeitige Information aller Geschäftspartner. Dazu zählen die Mitarbeiter, die Kunden, die Lieferanten und die Kreditinstitute. Besser als Zeitungsinserate sind persönliche Gespräche, in denen der Unternehmer seinen Nachfolger vorstellen kann.

Quelle: bauzeitung 3/02 S. 50; Zentralverband Deutscher Ingenieure e.V. ZDI, und Union Beratender Ingenieure e.V. U.B.I.-D. Tel. 089/57007-0, verband@t-online.de

(Zitiert aus:'Geregelt Unternehmensnachfolge', Deutscher Sparkassenverlag GmbH, 9. Auflage, Seite 76 f. - Der Ratgeber wird von einer Reihe von Sparkassen - teils gegen Schutzgebühr - ausgegeben.)


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